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Fortnite • 14/05/18

Psychologie Experte meint Fortnite ist "ungeeignet für Kinder, weil die Hauptaufgabe das 'Töten von anderen Menschen' ist"

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Ein amerikanischer Psychologe ist der Auffassung, dass Eltern ihren Kindern das Spielen von Fortnite verbieten sollten, da das Hauptziel das Töten von anderen Menschen sei.

Zwar ist dies keinesfalls etwas komplett neues oder revolutionäres - anders als Leonard Sax es den Lesern wahr machen möchte - doch seine Theorie ist bis jetzt die wahrscheinlich lächerlichste seit langem.

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Vor allem Politiker sind an vorderster Front, wenn es darum geht, Videospielen einen schlechten Einfluss auf Kinder und Jugendliche zuzuschreiben. Sie würden "desensibilisieren", gewalttätig machen und sich natürlich schlecht auf die schulische Leistung auswirken.

Logisch und nachvollziehbar ist natürlich, dass alles, was man in einem exzessiven und übertriebenen Maße ausübt, schädlich für das generelle Wohlbefinden und die Gesundheit sein kann - allerdings macht macht Psychologe Leonard Sax, dessen Spezialgebiet in der mentalen Gesundheit von Jugendlichen liegt, speziell Fortnite für schlechtes Verhalten verantwortlich.

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Geht es nach Sax dann:

"führt das Spielen von Games, dessen Ziel es ist Menschen zu töten - wie in Fortnite - über eine gewisse Zeit zur Desensibilisierung und Gewaltbereitschaft."

Ganz anderes haben bereits zahlreiche Studien bewiesen ( Kugler, 2018; Szycik, 2017; Ferguson, 2015 ). Hierbei wurden die Kritikpunkte von Sax weitestgehend widerlegt. Videospiele sind, wenn überhaupt, nur ein Faktor von vielen, der sich auf das Verhalten von Jugendlichen ausübt ( Anderson, 2017 ). 

Sollte sich das exzessive Spielen tatsächlich desensibilisierend auswirken (was in Studien mehrfach widerlegt wurde), ist dies nur einer von vielen Einflüssen des täglichen Lebens, der eine solche Art von Folgen hervorruft:  Erziehung, Soziale Gruppen und Konsum anderer Medien mit eingeschlossen.

In Fortnite spielen 100 Spieler gegeneinander um das Überleben

Sax äußert sich weiter und sagt:

"[Eltern] müssen die Entschlossenheit besitzen und sagen: Das ist keine gute Sache. Jugendliche müssen soziale Kompetenzen im direkten Kontakt erlernen. Sie müssen physisch aktiv werden, vorwiegend draußen. Sie müssen genügend Schlaf bekommen. Ein Kind, welches versessen darauf ist Fortnite zu spielen, wird wohl kaum diese Sachen machen."

Niemand behauptet, dass die genannten Punkte für Kinder und Jugendliche schlecht wären, tatsächlich gilt dasselbe auch für die meisten Erwachsenen - doch was hat Fortnite nun genau damit zu tun?

Sax geht sogar noch einen Schritt weiter und kritisiert, dass " kein Kind mehr geboren wird, welches ein großer Wissenschaftler, Komponist, Lehrer oder Unternehmer werden möchte. Sie müssen lernen über den Tellerrand hinaus zu schauen und ihren Horizont erweitern, über das, was sie in Spielen wie Fortnite vorgesetzt bekommen, hinaus."

Nun: Tatsächlich wachsen eine Vielzahl an Kindern mit großen Ambitionen auf, auch solche, die Wissenschaftler werden wollen und es dann sogar schaffen (man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass einige der erfolgreichsten Unternehmer, Fortnitespieler sind, Ninja zum Beispiel).

Außerdem gibt es keine Beweise dafür, dass das Spielen von Videogames die Fantasie oder Vorstellung von Jugendlichen beeinträchtigt - genauso wenig wie Basketball spielen, Musizieren oder jedes andere Hobby.

 

Um das Ganze abzuschließen, Sax glaubt, dass es der Job der Eltern sei:

"ein Verlangen zu lehren: die Kinder dazu zu erziehen, nach mehr als einem Videospiel zu streben, oder Kim Kardashian oder Kylie Jenner auf Instagram."

Dieser Aussage, lässt man die eher komische Bemerkung von Karashian und Jenner außen vor,  kann man eigentlich zustimmen. Doch man sollte sich nicht in die Irre führen lassen: Kinder die nach getaner Haus -und Schularbeit ein paar Runden mit ihren Freunden in Fortnite spielen, werden schon keine negativen Spätfolgen davontragen.

Ach ja - und gewalttätig werden sie dadurch erst recht nicht - da schießt man mit Kürbissen auf Spieler mit Fischglas Köpfen! Hallo!?

 

 

Quelle: PsychologyToday

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